Über mich

 
Geboren am 07. 06. 1968 in Hagen/Westfalen. Besuch des Albrecht Dürer Gymnasiums mit musisch humanistischer Prägung, Erwerb von Sprachkenntnissen in Latein, Griechisch, Englisch und Französisch. Frühzeitiges Interesse an der Kulturgeschichte des 17. und 18. Jahrhunderts.
Ab dem 8. Lebensjahr Klavierunterricht, autodidaktische Beschäftigung mit der Blockflöte, nach kurzem Unterricht an der Städtischen Musikschule von 1984 -1986 Privatschüler von Günther Höller in Köln, 1. Preisträger des „Hagener Musikwettbewerbs“, Juryvorsitz Fritz Emonts und Konzerterfahrungen als Blockflötist - mit den von Streichern begleiteten Standartwerken des Repertoires von J. S. Bach, G. Ph. Telemann, G. Sammartini und A. Vivaldi (mit dem Hagener Kammerorchester unter Fritz-Werner Körfer und dem Hagener Sinfonieorchester unter Michael Halász), in der Opernproduktion “La Calisto“ von F. Cavalli unter Will Humburg und im Zusammenspiel mit dem Cembalisten Bernhard Klapprott, der seine musikalische Jugend ebenfalls in Hagen verlebte.
Nach dem Abitur 1987 und erfolgreicher Verweigerung des Wehrdienstes Beschäftigung mit verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften, Gedanke an ein Theologiestudium, schließlich aber der Entschluß zur Aufnahme des Studiums von Musikwissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität zu Köln. 1995/96 Leitung eines Tutoriums zur „Einführung in das Musikwissenschaftliche Arbeiten“.
Beginn der journalistischen Tätigkeit vor allem für „CONCERTO – das Magazin für Alte Musik“ und „TIBIA – das Magazin für Holzbläser“. Zahlreiche Rundfunkbeiträge für DeutschlandRadio, WDR und SWR, darunter Gespräche mit herausragenden Pionieren der Alte Musik Bewegung, allen voran mit Frans Brüggen, Anner Bylsma und Gustav Leonhardt.
Aktive Teilnahme an musikwissenschaftlichen Konferenzen, Referate und Publikationen.
1996/97 Magisterexamen unter Klaus Wolfgang Niemöller „mit Auszeichnung“ bestanden.
Seit 1997 Dozent für Historische Aufführungspraxis und Quellenkunde (Traktate zur Musik des 17./18. Jahrhunderts) an der HfMDK Frankfurt am Main (am Studiengang Historische Interpretationspraxis, Leitung vormals Michael Schneider, später Eva Maria Pollerus).
Gastreferent bzw. zeitweise lehrbeauftragt an den Musikhochschulen in Köln, Wuppertal, Duisburg, München, Darmstadt, Weimar und Wien.
Seit 1999 angestellt an der Städtischen Musikschule Mönchengladbach als Lehrer für Blockflöte, Klavier, Harmonielehre und Gehörbildung (Studienvorbereitende Ausbildung).
1999/ 2000 – 2003 Promotion am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Wien bei Theophil Antonicek. Unter dem Titel „Harmonia est concordia discors. Musik und Harmonie in der Bildenden Kunst des 16./17. Jahrhunderts“ erläutert die Dissertation die zeichenhafte Bedeutung von Musik als klingendem Abbild des Kosmos im geistes- und kulturgeschichtlichen Kontext von den philosophischen und mythologischen Ansätzen der klassischen Antike über die frühe Neuzeit bis ins christlich geprägte 17. Jahrhundert.
Angetrieben vom Wunsch, aufführungspraktisches und musikologisches Wissen klingend in die Tat umzusetzen, hat Karsten Erik Ose 1999 das Ensemble für Alte Musik „ornamente 99“ ins Leben gerufen – unterstützt durch die Zusammenarbeit mit renommierten Vertretern der Alten Musik, darunter:
 
Dorothee Oberlinger, Stefan Temmingh (Blockflöte), Max Emanuel Cencic (Countertenor) Anton Steck, Hélène Schmitt, Andrea Keller, Volker Möller,    Jürgen Groß (Barockvioline), Nicholas Selo, Olaf Reimers, Roswitha Bruggaier (Barockvioloncello), Christian Leitherer (Chalumeaux), Martin Stadler, Luise Baumgartl (Barockoboe), Jed Wentz (Traversflöte), Christian Beuse, Lorenzo Alpert (Barockfagott) Alexander Puliaev, Diez Eichler (Cembalo), André Henrich, Yasunori Immamura (Theorbe) und anderen.
Die folgenden zehn Jahre bis 2009 sind geprägt von Konzertaktivitäten bei renommierten Festivals und an attraktiven Spielstätten (Händel Festspiele Halle, Schlossfestspiele Potsdam, Festspiele Hannover Herrenhausen, Rheingau Musikfestival, Philharmonie Essen ua.), Rundfunkmitschnitten (DLF Köln, SWR, ORF Wien) und CD Produktionen, die von der internationalen Fachpresse hoch gelobt und teils preisgekrönt wurden.
Auf seinen sieben CD Produktionen präsentiert das Ensemble deutsche, englische, italienische, spanische und französische Werke, wodurch die gesamte stilistische Bandbreite der Musik des europäischen Hochbarocks exemplarisch abgedeckt ist (siehe unter Tondokumente).
2008/2009 folgen Koproduktionen in Deutschland und in den Niederlanden mit dem „Nederlands Historisch Dans- en Theater Ensemble“ unter der Leitung von Maria Angad Gaur unter dem Motto „Der König tanzt“ – Musik und Tanz am Hofe des Sonnenkönigs Louis XIV. – prächtig in Szene gesetzt mit historischen Kostümen und authentischen Choreographien.

2013 – 2017 Lehrtätigkeit am Institut für Musikwissenschaften der Universität des Saarlandes (Rainer Kleinertz) als Dozent für Musikalische Ikonographie, Instrumentenkunde und Gehörbildung.
2018 Lehrbeauftragt ebenfalls zu Themen der Musikalischen Ikonographie am Institut für Kunstgeschichte (Ekaterini Kepetzis) an der Universität zu Köln. 
 
Karsten Erik Ose lebt in Köln am Rhein. 

In den Jahren 2021 - 2024 veröffentlichte Karsten Erik Ose die Serie „Wagemuth lädt ein“, ein Format auf youtube bestehend aus 28 Einzelfolgen - konzeptioniert und in freundschaftlicher Zusammenarbeit realisiert mit dem Cembalisten Alexander von Heißen - als Quintessenz seiner Aktivitäten im Bereich der barocken Kulturgeschichte und der Alten Musik: Unter dem Pseudonym Christfreund Ehrenreich Wagemuth präsentiert er sein alter ego im historischen Kostüm, erscheint als Zeitreisender aus dem 18. Jahrhundert, bietet jungen Musikern ein Podium und schafft zugleich eine Plattform zur Aufführung seiner eigenen Kompositionen, die stilistisch dem Idiom spätbarocker Musik verpflichtet sind und zum Teil auf Manuskripte aus seiner Jugendzeit in Hagen zurückgehen. Was zunächst als bizarre Maskerade mit autobiographischen Zügen daherkommt, entpuppt sich spätestens mit der letzten Folge „Quaerendo invenietis“ als Persiflage auf die gesamte Musik- und Kunstszene als einem potentiellen Jahrmarkt der Eitelkeiten und als esoterische Auseinandersetzung mit der Frage nach der Stellung des „ICH“ im kosmos - im Spannungsfeld zwischen Narzismus und Gottgeschaffenheit - in einem größeren, theologischen Gesamtkontext und schließlich als ein persönliches Bekenntnis zum christlichen Glauben.